Anna – Die Frau im Gemälde – Erotische Geschichte als PDF. Nach dem Kauf sofort herunterladen.
Leseprobe
Anna Sophie Benz war keine Frau, die man leicht vergaß. Mit ihren 36 Jahren galt sie als eine der besten Gemälderestauratorinnen Europas – nicht weil sie die Lauteste oder die Auffälligste war, sondern weil sie eine fast schon unheimliche Verbindung zu alten Bildern hatte. Man sagte von ihr, sie könne Farbschichten „lesen“ wie andere Menschen Gesichter.
Sie war von Natur aus zurückhaltend, fast schon kühl. Ihre stahlblauen Augen schauten einen an, als könnten sie direkt durch einen hindurchsehen. Sie sprach wenig, lachte selten laut, und wenn sie einen Raum betrat, wurde es meist stiller – nicht aus Angst, sondern weil ihre Präsenz einfach den ganzen Raum einnahm.
Privat war sie extrem diszipliniert. Sie trainierte mehrmals die Woche, ernährte sich bewusst und achtete darauf, dass ihr Körper so schlank und straff blieb wie ihr Ruf. In den letzten Jahren hatte sie kaum Beziehungen gehabt. Anna Sophie brauchte niemanden. Zumindest hatte sie das immer geglaubt.
Bis zu diesem Auftrag. Bis zu diesem Haus. Und bis zu ihm.
Anna Sophie Benz stand in ihrer stillen Berliner Wohnung am Fenster und blickte hinaus in den Regen. Alles hatte mit einem Anruf begonnen. Ein renommierter Notar hatte sie kontaktiert und ihr von einem außergewöhnlichen Auftrag erzählt.
Ein sehr vermögender Sammler war verstorben und hatte in seinem Testament eine ungewöhnliche Klausel hinterlassen: Nur eine einzige Person auf der Welt dürfe das wertvollste Bild seiner Sammlung restaurieren – Anna Sophie Benz. Das Honorar war absurd hoch.
… und es geht weiter.





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